1980er
Die monolithische Ära
Vor den Monolithen arbeiteten Unternehmen mit fragmentierten, maßgeschneiderten Automatisierungsinseln, die nicht miteinander kommunizieren konnten. Das monolithische ERP veränderte alles. SAP. Oracle. Microsoft. Ein System für alles — eine zentrale, verlässliche Datenquelle, die sich über globale Lieferketten erstrecken konnte.
Für die Führungsebene war das eine Offenbarung. Ein Vertrag. Ein Account Manager. Ein Bildschirm, der alles zeigt. Übernahmen wurden einfach: dasselbe System installieren, sofort integriert.
Doch schnell war die Grenze erreicht. Geschäftskritische Abläufe kamen jedes Mal zum Stillstand, wenn Veränderungen nötig waren. Neue Funktionen bedeuteten, zwei Jahre auf das nächste große Release zu warten. Die Systeme ließen sich zwar stark an die Anforderungen des Unternehmens anpassen, doch der Nachteil waren Implementierungsprojekte, die sich über Jahre zogen. Und wenn Sie ein Modul änderten, riskierten Sie, dass alles andere mit ausfällt ... Statt das Unternehmen zu zentralisieren, hielt der Monolith es faktisch als Geisel und erstickte jede Agilität. Für CEOs, die sich in schnelllebigen Märkten behaupten mussten, war das ein existenzielles Problem.