Kontext: Eine wachsende Partnerschaft zur Prozessoptimierung
Die Prozessoptimierung und Partnerschaft zwischen Conrad Electronic und Celonis begann 2021, zunächst mit einem Proof-of-Value-Projekt mit Schwerpunkt auf dem Order-to-Cash-Prozess (O2C). O2C ist ein zentraler Werttreiber für Conrad und umfasst Kundenservice, Auftragsmanagement, den operativen Einkauf und Logistik.
So nutzt Conrad beispielsweise im Kundenservice Process Mining, um Zehntausende von Kundensupport-Tickets, die jeden Monat aufgrund mangelnder Prozesstransparenz anfielen, zu analysieren, zu organisieren und zu reduzieren. Auch in der Lagerhaltung kommt die Celonis Plattform zum Einsatz, um Retouren und Stornierungen zu analysieren und zu minimieren.
Der durchschlagende Erfolg dieser Anwendungsfälle gab den Anstoß für ein umfassenderes Dreijahresprojekt. Das Ziel: durchgängige Transparenz sowohl für die O2C- als auch für die Purchase-to-Pay-Workflows (P2P) über Abteilungsgrenzen hinweg.
Von isolierten Prozessintelligenz-Implementierungen bis hin zu fortlaufenden Projekten – diese neue Celonis-Initiative stand im Zeichen nachhaltiger Wertschöpfung. Gleichzeitig wurden damit die Weichen gestellt, um ein traditionsreiches Unternehmen mit über hundertjähriger Geschichte in eine spannende neue Entwicklungsphase zu führen: das Zeitalter der KI.
Herausforderung: Wertschöpfung und Wissen skalieren
Die größte Herausforderung für Conrad bestand darin, einzelne Erfolge im Bereich Process Mining in nachhaltige, unternehmensweite Verbesserungen umzusetzen und gleichzeitig die erforderlichen Erkenntnisse und Strukturen zu schaffen, um KI-Anwendungsfälle zu unterstützen.
Ein Schlüsselelement war die Einführung von Celonis Process Management (CPM) auf der Grundlage der bisherigen Process-Mining-Aktivitäten. „Wir mussten unser Process Mining ausweiten und es unternehmensweit mit Prozessmanagement verknüpfen, um eine neue Dimension an Mehrwert und Verständnis zu schaffen“, erklärte Christoph Hohmann, Director of Process Management bei Conrad. Um eine Basis für kontinuierliche Verbesserungen zu schaffen, machte sich das Center of Excellence (CoE)-Team unter der Leitung von Christoph daran, Conrads Prozesse zu dokumentieren.
Dazu musste das Team erfassen, wie Prozesse im Idealfall ablaufen sollten, diese Soll-Prozesse mit den Erkenntnissen aus dem Process Mining über die tatsächlichen Ist-Prozesse vergleichen und Prozessaktualisierungen dokumentieren. „Bei der Dokumentation geht es um Wissensaustausch und Verantwortungsbewusstsein. Es geht darum, zu verstehen, wie Dinge ausgeführt werden und wie innerhalb von Conrad nachhaltiger Mehrwert geschaffen wird“, sagt Christoph.
„Und natürlich ist es für die Einführung von KI-Anwendungsfällen unerlässlich, dass Prozesse ordnungsgemäß dokumentiert und anhand idealer Prozesse analysiert werden“, fügt er hinzu. Dafür hat Conrad einen ehrgeizigen Plan entwickelt, um bis Ende 2026 alle wichtigen Prozesse zu dokumentieren.